Eine Lederkombi reinigst du mit einem feuchten, weichen Tuch und pH-neutraler Lederseife, lässt sie hängend bei Zimmertemperatur trocknen und trägst danach eine dünne Schicht Lederfett auf. Zwei- bis dreimal pro Saison und einmal vor dem Winter reicht. Hitze, Spülmittel und zu viel Fett schaden dem Leder.
Eine gute Lederkombi ist eine Investition für viele Jahre – vorausgesetzt, du pflegst sie richtig. Leder ist ein Naturmaterial: Es reagiert auf Schmutz, Schweiß, Hitze und Trockenheit. Mit der richtigen Routine bleibt es geschmeidig, wasserabweisend und sicher. So gehst du vor.
Nach jeder Fahrt: die Schnellreinigung
Der wichtigste Schritt kostet zwei Minuten. Wisch groben Schmutz, Insekten und Straßenstaub ab, solange sie frisch sind – eingetrocknet lassen sie sich nur mit Reibung entfernen, die das Leder angreift. Ein leicht feuchtes, weiches Tuch reicht meist aus. Anschließend die Kombi hängend lüften lassen.
Die gründliche Reinigung Schritt für Schritt
- Ausbürsten: Mit einer weichen Bürste losen Schmutz aus Nähten und Perforierungen lösen.
- Feucht abwischen: Lauwarmes Wasser, ein Tropfen pH-neutrale Lederseife, weiches Tuch. Nicht durchnässen – Leder mag keine Nässe.
- Protektoren separat: Herausnehmbare Protektoren entnehmen und getrennt reinigen, das Innenfutter je nach Herstellerangabe lüften oder waschen.
- Trocknen lassen: Hängend, bei Zimmertemperatur, fern von Heizung und Sonne.
Lederkombi pflegen und fetten
Ist die Kombi sauber und trocken, kommt die Pflege. Trage eine dünne Schicht Lederfett oder eine spezielle Motorrad-Lederpflege auf und arbeite sie mit einem Tuch ein. Als günstige Alternative funktioniert klassisches Sattelfett gut. Wichtig: Weniger ist mehr. Zu viel Fett verschließt die Poren, das Leder kann nicht mehr atmen und wird auf Dauer weich und formlos.
Diese Fehler solltest du vermeiden
- Hitze zum Trocknen: Heizung, Föhn oder pralle Sonne machen Leder spröde und rissig.
- Zu viel Pflegemittel: Überfettetes Leder verliert Form und Struktur.
- Falten und stapeln: An Faltkanten bricht das Leder – immer hängen.
- Aggressive Reiniger: Lösungsmittel und Spülmittel entziehen dem Leder Fett und Farbe.

Frisch gepflegt, stolz präsentiert
Nach der Pflege an die Wand: So trocknet die Kombi in Form.
Zur Galerie →Trocknen und richtig aufbewahren
Nach der Pflege gehört die Kombi hängend an einen trockenen, dunklen Platz – nie gefaltet in den Schrank. Auf einer dedizierten Halterung wie der SUITBASE® PRO V4 hängt sie frei, das Leder atmet und die Schulterprotektoren werden nicht eingedrückt. Wie du Kombi, Helm und Gear langfristig richtig lagerst, liest du im Aufbewahrungs-Guide.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meine Lederkombi pflegen?
Bei regelmäßiger Nutzung zwei- bis dreimal pro Saison und einmal vor der Winterpause. Nach Regenfahrten immer trocknen lassen und bei Bedarf nachfetten.
Was tun, wenn die Kombi nass geworden ist?
Hängend bei Zimmertemperatur trocknen lassen, niemals auf der Heizung. Ist sie trocken, eine dünne Schicht Lederpflege auftragen, um die ausgespülten Fette zu ersetzen.
Womit fette ich meine Lederkombi?
Mit einer dünnen Schicht Lederfett oder einer speziellen Motorrad-Lederpflege, die du mit einem Tuch einarbeitest. Klassisches Sattelfett ist eine günstige Alternative. Trag lieber zu wenig als zu viel auf, sonst verschließt das Fett die Poren.
Kann ich meine Lederkombi reinigen lassen?
Nur zu spezialisierten Motorrad- oder Lederreinigern. Normale Textilreinigungen sind für Protektorenkleidung meist ungeeignet.
Passend dazu: Motorradbekleidung richtig aufbewahren.

